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Strapazierfähig & schön: das uralte Material Leinen

Strapazierfähig & schön: das uralte Material Leinen

Dass Leinentücher eine super lange Tradition haben, wissen mindestens einmal die Ägyptenfans unter uns! Aber tatsächlich wurde Leinen schon lange vor der Zeit der Ägypter verwendet.

Es war einer der ersten Stoffe überhaupt, der für Kleidung verwendet wurde. Das alleine ist ja schon spannend! Über Leinen können wir aber noch sehr viel mehr erzählen.

Leinen könnte man zum Beispiel auch als die bessere Baumwolle bezeichnen. Warum? Weil es super widerstandsfähig ist und dir deshalb länger erhalten bleibt. Bei Kleidung genauso wie bei Alltagsprodukten wie Leinengeschirrtüchern, Seifenbeuteln aus Leinen oder Leinenservietten. In puncto Nachhaltigkeit glänzt Leinen also besonders!

Nachhaltiger Anbau von Leinen

Aber beginnen wir von vorne: Woraus besteht Leinen denn überhaupt? Das spannendste an vielen nachhaltigen Produkten ist ja, dass sie komplett aus Naturmaterialien bestehen. So auch bei Leinen, das aus der Flachspflanze besteht.

Genauer gesagt aus ihren Fasern. Die Flachspflanze ist eine sehr genügsame Pflanze. Sie wächst auch in unwirtlicheren Gegenden und verbraucht dabei sehr wenig Wasser. Beim Anbau genügt daher selbst in kargen Gegenden oftmals Regenwasser. Der Anbau von Leinen ist also wirklich super umweltschonend.

In Leinensäckchen lässt sich feste Seife super hygienisch aufbewahren

Leinen: die bessere Baumwolle

Anders als der Anbau von Baumwolle übrigens! Baumwolle braucht sehr viel Süßwasser und ist anfällig für Schädlinge, weswegen in Anbauregionen oftmals mit Pestiziden gearbeitet wird. Leider befinden sich die meisten Baumwollplantagen in Südamerika, wo die Natur, aber auch die Landwirt*innen unter den Pestiziden leiden.

Zum Glück gibt es aber Bio-Baumwolle, aus der zum Beispiel unsere Abschminkpads und Spültücher bestehen. Bei Bio-Baumwolle werden keine Pestizide verwendet und die Herstellung ist daher eine Herausforderung, die unsere Lieferant*innen mit viel Hingabe meistern!

Unsere gestrickten Spültücher aus Biobaumwolle halten ebenfalls super lange und bei ihnen kommt uns eine Eigenschaft von Baumwolle zugute: Sie saugen schnell, viel Wasser auf und eignen sich daher perfekt zum Abspülen und Putzen. Bei unseren Geschirrtüchern setzen wir dann aber lieber auf Leinen.

 

Neu im Shop: Leinenservietten in drei Pastelltönen

Übrigens auch deshalb, weil die Flachspflanze in Europa wächst, also quasi regional angebaut werden kann. Das heißt, zusätzlich zu all den anderen Vorteilen, ist die CO2 Emission der Transportwege viel geringer. Und das finden wir natürlich super!

Ökologischer Kreislauf bei der Leinenproduktion

Ein weiteres Plus in Sachen Nachhaltigkeit ist die Herstellung von Leinen, beziehungsweise die Verarbeitung der Flachspflanze. Dabei bleiben die bis zu ein Meter langen, geernteten Stängel nämlich direkt auf dem Feld liegen und geben Nährstoffe an den Boden zurück.

Flachsstängel liegen so lange auf dem Feld bis sich die Flachsfasern im Inneren vom Äußeren Stängel lösen lassen. Der Rest der Pflanze verrottet danach einfach an Ort und Stelle und dient damit neuen Pflanzen als Nährstoffgrundlage. Ein super Kreislauf! Denn so müssen keine oder kaum Düngemittel verwendet werden.

Vom Aussäen bis zum Leinengeschirrtuch umweltfreundlich

Von der Flachspflanze übernimmt Leinen einige Eigenschaften: Es ist nicht sehr anspruchsvoll, super strapazierfähig und biologisch abbaubar! So kannst du Leinengeschirrtücher und -servietten (nach langer Verwendung!) in den ökologischen Kreislauf zurückgeben.

So hübsch: mit Leinengeschirrtüchern kannst du sogar super schön & nachhaltig Geschenke einpacken!

Wir lieben unsere Leinengeschirrtücher und -servietten sehr. Sie bleiben uns super lange erhalten und sehen auch nach vielen Malen der Benutzung noch prima aus, denn du kannst sie einfach in die Waschmaschine werfen und bei 40 Grad waschen. Höhere Temperaturen solltest du vermeiden, weil unsere Leinenservietten gefärbt sind.

In den schönen Pastelltönen sehen sie richtig schick aus! Überhaupt kennen wir Leinenservietten eigentlich nur aus teureren Restaurants – wieso eigentlich, wenn Leinen doch so viele Vorteile bietet?

Leinen: Eine lange Geschichte

Wie anfangs erwähnt, gehört Leinen zu einem der ältesten Stoffe der Menschheitsgeschichte. Bekannt ist Leinen sicherlich durch die Mumifizierung im alten Ägypten vor circa 6000 Jahren. Leinenanbau wurde aber sogar schon in der späten Steinzeit nachgewiesen. Zum Beispiel in Deutschland in der Region vom Bodensee vor circa 7500 Jahren.

Im Mittelalter war der Anbau von Flachs dann sehr stark verbreitet. Damals entwickelten Landwirt*innen die Leinenherstellung, wie oben beschrieben. Der Grund aus dem wir heute nicht standardmäßig Leinen tragen und Leinengeschirrtücher, sowie Leinenservietten gerade erst wieder ein Revival erleben, ist die Industrialisierung.

Vielleicht erinnerst du dich aus dem Geschichtsunterricht noch an die Weberaufstände. Nicht so genau? Kein Problem, wir haben das gerade auch erstmal nachgelesen. Zum Glück beischreibt der Gesamtverband Leinen die spannende Entwicklung der Leinenproduktion ausführlich.

Industrialisierung & die Umwelt

Wir fassen das mal kurz zusammen: Bei den Weberaufständen ging es darum, dass mechanische Webstühle die Herkömmlichen ersetzten und schneller produzierten. Auf einmal war Baumwolle deshalb viel beliebter als Leinen. Denn einen Vorteil bietet Baumwolle tatsächlich: Man kann sie schneller verarbeiten als Leinen.

Durch diese Entwicklung verloren damals viele Menschen, die vorher in Europa Leinen produziert hatten, ihre Arbeit und der Super-Stoff Leinen geriet ein wenig in Vergessenheit.

Leinenservietten sind super schick & super langlebig

Dass wir heute eine genau umgekehrte Entwicklung erleben, finden wir super schön: Statt Massenproduktion und Fast Fashion, setzten heute viele von uns auf Umweltfreundlichkeit und Slow Living. Und Leinen erlebt sein verdientes Revival!

Ja, die Verarbeitung von Leinen ist etwas aufwändiger als die Baumwoll-Ernte, aber das macht auch gar nichts! Denn Leinengeschirrtücher und -servietten halten so lange, dass längst neue hergestellt werden konnten bis du sie austauschen musst.

Slow Living statt Massenproduktion

Uns macht es sehr viel Spaß mehr über nachhaltige Materialien und ihre Geschichte zu lesen und das mit dir zu teilen. Aber uns interessiert natürlich auch: findest du das spannend? Gibt es ein Thema, zu dem du gerne mehr lesen möchtest?

Wir freuen uns, wenn du deine Fragen mit uns teilst! Denn auch, wenn wir uns sehr viel mit Nachhaltigkeit beschäftigen, wissen wir noch lange nicht alles und freuen uns mit dir Neues zu erfahren.

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